Archive for Mai, 2013


30. 5. 2013, 8:10 Uhr
Wetter: 11 Grad; regnerisch windig
Strecke: 28 km || Fahrzeit: 1:05 Std
Schnitt: 26,11 km/h || Max 37 km/h

Die nun doch leider notwendig gewordene Zwangspause habe ich genutzt, um mich endlich etwas eingehender – und vor allem: erfolgreicher – mit einem Thema zu Beschäftigen, dass mir schon ziemlich lange im Kopf herumgeht:

–> GPS und Fahrrad <–

Als Ergebnis war ich gestern erstmalig „GPS-gestützt“ unterwegs – mit einem alten Nokia C7 auf der zusätzlich die Software „sports-tracker“ lief. Auf dem Screen gab es neben des aktuellen Kartenausschnitts auch jede Menge Informationen zu sehen, so dass das garstige schwarz/weiß Wetter mir Regen, Matsch und Wind gar nicht weiter aufgefallen sind.

Zuhause angekommen konnte ich die ganzen Daten dann direkt auf die Website hochladen und dort in Ruhe analysieren, und bin vor Begeisterung fast vom Stuhl gefallen, was die Software alles bietet. Nicht nur, dass man seine Strecke anhand der Grafiken zu Geschwindigkeit und Höhe nochmal Abfahren kann – sogar die Herzfrequenz würde aufgezeichnet werden, wenn man einen passenden Bluetooth Gurt hat…

WOW!


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23. 5. 2013, 8:20 Uhr
Wetter: 12 Grad; sonnig, windig
Strecke: 28 km || Fahrzeit: 1:08 Std
Schnitt: 25,97 km/h || Max 35 km/h

Eigentlich sollte ich ja mit meinem lädierten Unterschenkel ein paar Tage pausieren, aber nachdem heute Morgen die Sonne so freundlich schien, und es mit dem Gehen leidlich klappte habe ich mich dann doch – wider besseren Wissens – aufs Rad geschwungen. Mitunter muss man eben auch einfach mal unvernünftig sein. Nach etwa 10 Minuten hat mir dann auch mein „Tibialis anterior“ – oder auch Fussheber-Muskel – bestätigt, dass es keine so gute Idee war.

Egal. Ich habe die Fahrt um so mehr genossen und es ausnehmend ruhig angehen lassen.  Zu Hause habe ich mir dann aber pflichtschuldig gleich einen Eis-Pad aufs Schienbein gelegt, und werde das Bein die nächsten Tage in Watte packen.

Nach meiner letzten Runde am Freitag bekam ich recht schnell leichtes Zwicken im linken Oberschenkel – genauer: im Fußheber, das in den folgenden Tagen deutlich schlimmer wurde und mich über Pfingsten buchstäblich lahm gelegt hat.

Als Ursache vermute ich eine Kombination aus Unterkühlung (erstes mal Fahren in kurzer Hose) und Überanstrengung (war ja eine recht schnelle Runde – und für den runden Tritt braucht man bekanntlich den Fußheber)…

Normalerweise bin ich im Mai mit meinem Training schon deutlich weiter – und wollte einfach zu schnell zu Schnell fahren, ohne schon die dafür notwendige Fittness zu haben.

Morgen geht es dann wieder aufs Rad – aber deutlich zurückhaltender.

UPDATE: Im Laufe des gesterigen Tages ist der Unterschenkel dann doch spürbar dicker geworden. Ich habe ihn nun mit Kytta-Salbe – mein Tip bei trainingsbedingter Überanstrengung – eingerieben und einen leichten Verband angelegt. Das heißt dann jetzt also leider erstmal Trainingsstop.  😦

… zum Glück ist das Wetter hier gerade nicht sonderlich verführerisch.

17. 5. 2013, 11:20 Uhr
Wetter: 22 Grad; sonnig, windig
Strecke: 30 km || Fahrzeit: 1:05 Std
Schnitt: 28,19 km/h || Max 40 km/h

…arbeitsbedingt bin ich heute bei bestem Sommerwetter erst gegen kurz nach 11.00 Uhr losgekommen. Da das Frühstück  schon komplett verdaut war, hatte ich entsprechend „schnelle Beine“ und habe mich auf dem Rad sehr wohl gefühlt.

Da Mittags in der Stadt meist nicht so viel Verkehr ist, bin ich die „Asphalt-Runde“ Gefahren. D.h. ich habe die Streckenabschnitte mit Schotterpisten komplett gemieden (… was bei den Leipziger Straßenverhältnissen freilich nicht sooo viel Unterschied macht). Es ist schon interessant, wie sehr die Beschaffenheit des Asphalts das Fortkommen beeinflusst – auf einigen Strecken (zum Teil sogar mit leichten Steigungen) hatte ich überhaupt keine Mühle einen satten 30er Schnitt zu halten, während ich auf anderen Abschnitten so meine liebe Mühe hatte. Wäre der Wind nicht so garstig aus der falschen Richtung gekommen, hätte es wohl sogar eine neue Bestzeit gegeben.

Insgesamt wieder einmal ein sehr schöner Ausritt!

Heute bin ich im Keller bei meinen Magura-Bremsen gewesen. Einerseits, um wegen einer anstehenden Radtour im Harz – und insbesondere den Brocken hinauf, nochmal eine Sichtung vorzunehmen – vor allem aber, da ich auf der letzten Trainingsrunde bemerkt habe, dass die Vorderbremse ein wenig schleift. Bei Hydraulik-Bremsen ist so etwas extrem ungewöhnlich, da die Bremsbelege ja hydraulisch – via zweier fest montierter Kolben – auf die Felge gedrückt werden. Ein sofortiger Stopp zeigte mir, dass der linke Bremsklotz viel zu dicht an der Felge saß, und sich hier etwas Dreck festgesetzt hatte.

Da die Wartung – besonders der etwas älteren Modell nicht ganz einfach ist, hier mal keine kurze Beschreibung zur Justage der Magura HS11 (ältere Modelle vor 2000)

An meinem Rad sind die recht bekannten (und sehr sehr guten!) Magura HS11 montiert. Allerdings eine uralte Baureihe – ich schätze von 1998. Die Wartung gestaltet sich bei diesen älteren Modellen erheblich fummeliger, als bei den aktuellen Modellreihen, hier müssen Bremswinkel- abstand und -höhe gleichzeitig am gelösten Kolbengehäuse justiert werden. Das erfordert ein wenig Übung – besonders auf der Seite mit der Spannvorrichtung zum Entfernen der Bremse. Da ich schon einige Erfahrungen mit noch älteren Magura-Brems-Systemen habe, lief die Wartung aber recht reibungslos. Dabei gehe ich (auf beiden Seiten) folgendermaßen vor:

  1. An denCantilever-Sockel befindet sich eine Stellschraube, auf welcher das Bremskolben-Gehäuse sitzt. Diese wird ggf. gelöst, um die Höhe, in welcher der Bremsbelag auf die Felgenflanke drücken soll, einzustellen. Als Orientierungspunkt dient dafür die Mitte des Bremsbelags.
  2. Außerdem ist zu kontrollieren, ob Bremskolben bzw. Bremsbelag parallel zur Gabel bzw. zur Felge stehen, damit auch mit dem ganzen Belag (und nicht nur mit der Kante) gebremst wird. Ggf. also das Kolbengehäuse in Richtung Felge bzw. Gabel verschieben. Dann kann die Stellschraube wieder angezogen werden (ca. 6 NM)
  3. Obere Klemmschraube des Bremskolben-Gehäuses lösen. Erstens sollte nun der Abstand des Bremsbelages zur Felgenflanke eingestellt werden. Während man bei den neuen Modellreihen einfach die Bremse zieht, um auf diese Weise den ganzen Kolben nach außen aus dem Kolbengehäuse zu drücken (bzw. mit der Hand wieder hineinzudrücken), ist es bei den alten Modellreihen erheblich umständlicher: Hier sitzt der Kolben in einer Gummimanschette, welche sich in das hohl ausgeformte Kolbengehäuse schmiegt. Zieht man hier zu stark die Bremse, kann die Manschette aus dem Kolbengehäuse gedrückt werden. Besser ist es daher, die Klemmschraube ganz zu lösen, den Kolben herauszunehmen und die Manschette per Hand in die richtige Position schieben. Danach wird der Kolben wieder in das Gehäuse eingesetzt. Wichtig: an der hinten sitzenden Kontermutter für die Klemmschraube befindet sich ein justierbarer Stift, welcher das Kolbengehäuse im richtigen Abstand zur Gabel hält – beim Zusammenschrauben darauf achten, dass er wirder an der Gabel anliegt.
  4. Bevor die Klemmschraube festgezogen wird, kann zweitens der Bremskolben selbt im bzw. gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden, damit der Bremsbelag optimal auf die Felgenflanke drücken kann (ggf. muss danach die Höhe des Bremskolben-Gehäuses nochmals nachjustiert werden). Abschließend wird die Klemmschraube mit 4–5 NM festgezogen.

15. 5. 2013, 07:40 Uhr
Wetter: 14 Grad; sonnig, leichter Wind
Strecke: 28 km || Fahrzeit: 1:03 Std
Schnitt: 27,19 km/h || Max 40 km/h

Heute morgen standen gefühlt mindestens drei Sonnen am Himmel, und ich hatte mir schon gestern vorgenommen, mindestens zwei Runden um meinen „Trainings-See“ zu drehen. Nach einem kleinen Frühstück bin ich dann auch zeitig los gekommen und konnte die herrliche Morgenluft in vollen Zügen genießen – also eigentlich alles perfekt?

Wie es mitunter so kommt, habe ich mich auf dem Rad einfach nicht so recht wohl gefühlt. Dabei konnte ich noch nicht einmal sagen woran es lag -denn auf die Tour hatte ich mich richtig gefreut.  Auch als bescheidener Hobbyradler hat man also mitunter seine schwachen Momente, und so habe ich es bei einer „einfachen“ Runde um den See belassen.

Mein Fahrrad

Irgendwie bin ich einfach noch nicht dazu gekommen, ein wenig über mein aktuelles Rad zu schreiben.
Für mein Training, Ausflüge sowie Radtouren nutze ich seit etwa einem Jahr ein…

Focus Chilliwack
Focus_klein

Ich habe es gebraucht sehr günstig geschossen. Es ist komplett verkehrstauglich, mit Nabendynamo, Licht, 3/8-fach XT/Deore Ausstattung, SKS-Schutzblechen, Gepäckträger, Maguras HS11, Ergons, Brooks Sattel, Vittoria Randonneur Cross (40-622) und – last but not least: einer Klingel.
Vorn wurde vom Vorgänger ein großes 52er Kettenblatt verbaut, hinten habe ich eine SRAM PG-850 mit 11-32 Zähne (11-12-14-16-18-21-26-32), sowie eine KMC X8.99 (mit 116 Gliedern) erneuert, sowie etwas Kleinkram montiert (Ständer, Spiegel, Schaltwerkschutz). Wie in den „Schraubereien“ beschrieben wurden auch ein paar leider notwendige Reparaturen vorgenommen.

13. 5. 2013, 08:00 Uhr
Wetter: 11 Grad; sonnig, windig
Strecke: 28 km || Fahrzeit: 1:04 Std
Schnitt: 26,82 km/h || Max 43 km/h

Der allgemeine Montags-Blues und unser Wochenendausflug – oder genauer: die vier Stunden im Sattel – haben ihre Spuren hinterlassen.  Es ist einer dieser Tage, an denen ich mich so gar nicht aufs Rad setzen mag.  Je länger die Saison dauert, desto leichter fällt es mir erfahrungsgemäß, mich zu überreden – aber die Saison ist noch jung. Naja – Irgendwie habe ich es dann doch gemacht. Aber das hat mich auf die Idee gebracht, hier mal ein wenig über meine „Schweinehund-Bekämpfungs-Strategien“ zu schreiben. Es sind also hinterhältige Techniken gefragt, um den eigenen (ebenfalls sehr schlauen) inneren Schweinehund eiskalt auszutricksen!

Hier mal eine Auswahl meiner Tricks – falls jemand noch weitere Ideen hat, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen:

  • Vollendete Tatsachen: sich einfach schon nach dem Duschen gleich in Radklamotten an den Frühstückstisch setzen. Die Liebste findet es vielleicht etwas unpassend – aber wenn man die Sachen schon angezogen hat, fällt das Losradeln leichter.
  • Überreden und Abwiegeln: „… heute fahre ich nur nur eine kleine ruhige Runde Grundausdauer“(<– mein Favorit!) , „…wenn man erstmal auf dem Rad sitzt, ist dass Wetter gar nicht mehr so schlimm“,“…das Wetter ist so schön, da wäre es schade, nicht zu fahren“,  „… die Müdikeit verschwindet schon, wenn man erstmal ein paar Kilometer gefahren ist“.
  • Flexibles Training: Ich passe mein Trainig ganz bewusst der aktuellen Stimmung an. Wenn der Schweinehund bellt – und auch später auf dem Rad nicht schweigen will, dann ist es auch absolut in Ordnung nur eine kleine ruhige Runde zu fahren – gesiegt habe ich trotzdem: Nämlich über den inneren Schweinehund.
  • (Selbst-)Disziplin: Gerade zum Saisonbeginn mach ich mir immer wieder bewusst, dass für mich vor allem die Regelmäßigkeit beim Trainig zählt. Wenn es wirklich absolut gar nicht geht, kann ich auch mal einen Tag aussetzen – der muss dann aber auch zwingend wieder auf-  bzw. nachgeholt werden.
  • Freude auf das „Hinterher“: Ich mache mir bewusst, dass ich gerade in solchen „Null-Bock“-Stimmungen besonders stolz auf mich sein werde, wenn ich dann doch losgefahren, und mein Training absolviert habe.
  • Belohnung: Wenn es zeitlich passt, verspreche ich mir nach dem Training ein schönes heißes Bad, einen Snickers-Riegel oder ähnliches, um den Sieg über den inneren Schweinehund gebührend zu feiern.

… Heute also wiedermal ein Sieg über den Schweinehund. Ich glaube es ist die Regelmäßigkeit und entsprechend diese gewonnenen  „stillen“ Kämpfe, die einen „ernsthaften“ Radsportler vom Freizeitradler unterscheiden. Oft wird ja viel über Kilometerleistung und Durchschnittsgeschwindigkeit gesprochen – und natürlich freue ich mich auch über solche Erfolge. Was in meinen Augen aber wirklich zählt, ist das regelmäßige Trainig – auch wenn die Sonne nicht gerade scheint.

10. 6. 2013, 11:30 Uhr
Wetter: 17 Grad; bedeckt, windig
Strecke: 65 km || Fahrzeit: 3:53 Std
Schnitt: 17,41 km/h || Max 40 km/h

Meine Liebste hatte sich den Tag nach Herrentag für eine gemeinsame Frühlingsradtour frei genommen. Das Wetter hat auch tatsächlich mitgespielt, und so haben wir bei einem deftigen Frühstück über unsere Radkarten gesessen und ganz OLD-SCHOOL-mäßig eine schöne Runde über den Pleiße-Radweg – Markleeberger See – Störmthaler See – Oelzschau – Kömmlitz und Trages (mit dem Aussichtsturm als „Ziel“); sowie  dann zurück über Espenhein und der anderen Seite des Störmthaler Sees geplant (ganaueres dann demnächst in den Tourentips!)

Einmal mehr habe ich den Eindruck im Radfahr-Paradies zu leben. Der Raps steht in voller Blüte und die Luft ist schwer von seinem Duft, und auf den kleinen Straßen sind kaum Autos unterwegs. Eine herrliche Tour!

Allerdings mit einem richtig üblen und anstrengenden „Verfahrer“ kurz vor Espenheim, der uns nicht nur sehr viel Zeit und Kraft gekostet hat, sondern auch den Schnitt ziemlich ruinierte. Hier hatten wir im letzten Jahr eine „geheime“ Abzweigung ausgekundschaftet, um am anderen – eigentlich nicht zu erreichenden Ufer des Störmthaler Sees zurückfahren zu können.

… eigentlich wird es immer mehr Zeit für einen NAVI – aber wo bleibt dann noch der Spass?

Es gibt wohl nur sehr wenig regelmäßige Wartungsarbeiten um die so viel Aufhebens gemacht wird, wie der Pflege und dem Wechsel von Kette und der Ritzelkassette. Ich habe schon von Leuten gelesen, die angeblich alle 1000 Kilometer den kompletten Verschleißset tauschen, oder den Teilen bei jeder Gelegenheit aufwendig mit teuren Reinigungsutensilien zu Leibe rücken…

Wann sollte man Kette und Ritzel wechseln?
Eine Kette verschleißt deutlich schneller als die Kassette. Sie kann schwergängig werden (insbesondere bei schlechter oder falscher Pflege) und sie dehnt sich mit der Zeit. Wenn der Abstand zwischen den Nietstiften der Kette zu groß wird, beginnen auch die Zähne des Ritzelpaketes stärker zu verschleißen – doch muss man tatsächlich alle 4000 Kilometer die den Antriebssatz wechseln oder wenn sich die Kette über die Toleranz hinaus ausgereckt hat?

…seht selbst🙂

Altes KassetteSo sieht ein Ritzel-Paket nach vielen Tausend Kilometern Laufleistung aus…

Die Kassette hat viele Tausend Kilomenter auf dem Buckel – offensichtlich nicht immer bei allerbester Pflege. Man sieht, wie die Kettennieten mit der Zeit kreisrunde Vertiefungen in die Flanken der Ritzel geschliffen haben.  Es ist aber auch zu erkennen, das die Zähne selber noch in einer recht guten Verfassung sind.

Da ich nicht wusste, wann der Vorbesitzter meines Rades die Kassette gewechselt hat, und außerdem der Antrieb angefangen zu „brummen“ wenn man auf den kleinen Ritzeln (also den langen Gängen) unterwegs war, habe ich mir zur Sicherheit ein komplettes Set aus Kassette und Kette gekauft.  Ob ich auch das Ritzelpaket hätte wechseln müssen, sei mal dahingestellt.

Da es sich Kette und Ritzel um Verschleißteile handelt, sollte man auf Qualität achten. Ansonsten hat man schnell Ärger mit Rost, und die aufgeraute Oberfläche verdreckt und verschleißt schneller. Ich würde immer Stahl-Komponenten kaufen, da sie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten, das leichtere Alu ist zu weich, das noch leichtere Titanium zu teuer. Wichtig ist vor allem die Legierung des Materials. Üblich sind Nickel und das noch härtere Chrom.

Welche Kette und Kassette sollte man kaufen ?

Generell: Nur, weil man eine Shimano-Schaltung fährt, müssen nicht notwendiger Weise Kette & Kassette von diesem Herrsteller sein. Ebenso können Produkte von SRAM, KMC oder Wippmann verbaut werden, welche kompatibel zur eigenen Schaltung sind. Zum Glück sind die preislichen Unterschiede nicht sonderlich groß. So kostet ein einfaches Verschleißpaket aus Kette und Ritzelpaket von Shimano etwa 25 Euro, während qualitativ höherwertige Kombinationen bei etwa 30-35 Euro liegen (inklusive Versand).

Die Kette:. Wichtig ist, dass die Kette lang genug ist, und zur Größe der Kassette passt. Fährt man beispielsweise eine 9-fach Kassette, wird man mit einer Kette, die für 8-fach zugelassen ist, probleme bekommen. Ebenso wird eine Kette mit 114 Gliedern wahrscheinlich nicht passen, wenn man vorn ein großes 52er Blatt, und hinten einen 32er Ritzel fährt. Üblich sind Ketten mit 114, 116 und 118 Gliedern – im Zweifel sollte man also lieber eine Nummer größer kaufen und im nachhinein kürzen, oder einfach die Glieder der alten Kette zählen.

Ausmessen der Kettenlänge: Wenn man die Ritzelzahl verändert, kommt man jedoch nicht um ein ausmessen der Kette herum. Insgesammt kenne ich zum Ausmessen mehrere Methoden – am sinnvollsten finde ich es, nach entfernen der alten Kette die Schaltung auf die jeweils größten Ritzel zus stellen, und dann die neue Kette einzufedeln. Die Länge ist richtig, wenn man die Kette soweit zusammengezogen hat, dass sie gerade passt (der Kettenspanner am Schaltwerk ist jetzt fast völlig ausgereckt und zeigt Richtung Vorderrad).

Tips zum Kettenkauf: Gute Ketten sind komplett vernickelt – also sowohl außen- als auch Innenglieder. Oft werden zusätzlich die Kettennieten verchromt, um die Kette noch haltbarer zu machen – Chrom ist noch abriebfester als Nickel. Ich selbst habe mich für eine KMC X8.99 (mit 116 Gliedern) entschieden. Oft wird auch die Connex 808 oder 804 gelobt – beide Ketten sind sehr hochwertig verarbeitet. Je nach zahl der Ritzel gibt es Ketten und Kassetten für bis zu 7fach, 8fach, 9fach – und neuerdings auch 10fach Schaltungen. Dabei sind beispielsweise die 9fach-Ketten etwas schmaler als die 8fach Ketten.

Die Kassette: Wenn man schon die Kassette ersetzt, sollte man die Gelegenheit nutzen zu und überlegen, ob die bisherigen Übersetzungen „gepasst“ haben. Die alte Kassette war eine „11-30er“. Das kleinste Ritzel hatte also 11 Zähne, dass größte 30 Zähne. Ein typisches Trekker oder MTB-Rizel. Wenn man unterwegs an dem einen oder anderen Berg doch Schwierigkeiten hatte, oder mitunter gern einen Gang höher schalten würde – dann sollte man die Gelegenheit nutzen, und eine passendere Ritzel-Kombination wählen. Ich habe mich für eine SRAM PG-850 entschieden. Sie ist im Vergleich zur Konkurrenz von Shimano verhältnismäßig leicht, und sehr gut verarbeitet. Wenn man möchte, lassen sich die beiden kleinsten Ritzel – welche am ehesten Verschleißen – auch einzeln tauschen – allerdings habe ich noch keinen Händler gefunden, der die für einen vernünftigen Preis anbietet.

—> Mit dem Einbau beschäftige ich mich in einem weiteren Artikel