13. 5. 2013, 08:00 Uhr
Wetter: 11 Grad; sonnig, windig
Strecke: 28 km || Fahrzeit: 1:04 Std
Schnitt: 26,82 km/h || Max 43 km/h

Der allgemeine Montags-Blues und unser Wochenendausflug – oder genauer: die vier Stunden im Sattel – haben ihre Spuren hinterlassen.  Es ist einer dieser Tage, an denen ich mich so gar nicht aufs Rad setzen mag.  Je länger die Saison dauert, desto leichter fällt es mir erfahrungsgemäß, mich zu überreden – aber die Saison ist noch jung. Naja – Irgendwie habe ich es dann doch gemacht. Aber das hat mich auf die Idee gebracht, hier mal ein wenig über meine „Schweinehund-Bekämpfungs-Strategien“ zu schreiben. Es sind also hinterhältige Techniken gefragt, um den eigenen (ebenfalls sehr schlauen) inneren Schweinehund eiskalt auszutricksen!

Hier mal eine Auswahl meiner Tricks – falls jemand noch weitere Ideen hat, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen:

  • Vollendete Tatsachen: sich einfach schon nach dem Duschen gleich in Radklamotten an den Frühstückstisch setzen. Die Liebste findet es vielleicht etwas unpassend – aber wenn man die Sachen schon angezogen hat, fällt das Losradeln leichter.
  • Überreden und Abwiegeln: „… heute fahre ich nur nur eine kleine ruhige Runde Grundausdauer“(<– mein Favorit!) , „…wenn man erstmal auf dem Rad sitzt, ist dass Wetter gar nicht mehr so schlimm“,“…das Wetter ist so schön, da wäre es schade, nicht zu fahren“,  „… die Müdikeit verschwindet schon, wenn man erstmal ein paar Kilometer gefahren ist“.
  • Flexibles Training: Ich passe mein Trainig ganz bewusst der aktuellen Stimmung an. Wenn der Schweinehund bellt – und auch später auf dem Rad nicht schweigen will, dann ist es auch absolut in Ordnung nur eine kleine ruhige Runde zu fahren – gesiegt habe ich trotzdem: Nämlich über den inneren Schweinehund.
  • (Selbst-)Disziplin: Gerade zum Saisonbeginn mach ich mir immer wieder bewusst, dass für mich vor allem die Regelmäßigkeit beim Trainig zählt. Wenn es wirklich absolut gar nicht geht, kann ich auch mal einen Tag aussetzen – der muss dann aber auch zwingend wieder auf-  bzw. nachgeholt werden.
  • Freude auf das „Hinterher“: Ich mache mir bewusst, dass ich gerade in solchen „Null-Bock“-Stimmungen besonders stolz auf mich sein werde, wenn ich dann doch losgefahren, und mein Training absolviert habe.
  • Belohnung: Wenn es zeitlich passt, verspreche ich mir nach dem Training ein schönes heißes Bad, einen Snickers-Riegel oder ähnliches, um den Sieg über den inneren Schweinehund gebührend zu feiern.

… Heute also wiedermal ein Sieg über den Schweinehund. Ich glaube es ist die Regelmäßigkeit und entsprechend diese gewonnenen  „stillen“ Kämpfe, die einen „ernsthaften“ Radsportler vom Freizeitradler unterscheiden. Oft wird ja viel über Kilometerleistung und Durchschnittsgeschwindigkeit gesprochen – und natürlich freue ich mich auch über solche Erfolge. Was in meinen Augen aber wirklich zählt, ist das regelmäßige Trainig – auch wenn die Sonne nicht gerade scheint.

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