Archive for Juni, 2013


Nun haben wir den Salat. Die letzte Woche war ich total Trainingsfaul, und bin – abgesehen von den alltäglichen Besorgungen per Rad – keinen Meter gefahren!

Natürlich hatte auch das Wetter seinen Anteil daran – da es ja zunächst mit weit über 30 Grad ungewöhnlich heiß war, und wir hier dann so schwere Unwetter hatten, dass nicht nur viele Keller und Garagen vollgelaufen sind, sondern auch die üblichen Fahrradwege durchgeweicht, und durch heruntergefallenes Geäst zum Teil unpassierbar geworden sind.

Trotzdem sind das natürlich nur wieder Ausreden und Siege des inneren Schweinehundes. Ich hatte es ja schon ein wenig geahnt, da mir die letzten Trainingsfahrten nicht so recht Spass gemacht haben, und mir die letzte Zeit auch Knie und Nacken Probleme gemacht haben.

–> Vielleicht war einfach mal eine längere Erholungspause vom Radeln nötig – und ich sollte mir mal ernsthaft Gedanken um die eine oder andere Ausgleichs- bzw. Ersatzsportart machen. Denn auch der nächste Winter kommt bestimmt!

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17. 6. 2013, 14:30 Uhr
Wetter: 20 Grad,  sonnig, leichter Wind
Strecke ca. 27 km || Fahrzeit ca. 1:10 Std
Schnitt ca. 25 km/h || Max …

Am gestrigen Montag habe ich mich erst recht spät – ich denke so um 15.00 Uhr – aufs Rad gesetzt. Beinah wäre ich gar nicht gefahren – denn die Schweinehunde haben laut gejault. Die Wochenend-Tour steckte mir noch in den Knochen, gemeingefährliche Pollen fliegen marodierend durch Wald und Feld – und überhaupt! Gegegenmaßnahme und Motivationstrick: mal eine neue Strecke, die ich schon immer ausprobieren wollte. Neugier und Lust waren also geweckt, und ich bin doch noch gefahren.

Der Straßenverkehr war echt gruselig. Vielleicht liegt es auch am sonnigen Wetter, dass die Leute so „forsch“ unterwegs sind. Zudem hatte ich ziemlich schwere Beine, und bin erst auf den letzten paar Kilometern in den Tritt gekommen. Fazit: Die Idee, mal eine neue Route auszuprobieren war gut – auch wenn die Route selbst nicht so toll war. Das Fahren selbst hat keine rechten Spass gemacht.

Spontan bin ich dann heute Vormittag nochmal los. Der sonnige Tag lud zu einer kleinen Extra-Runde, und da es gestern so schlecht lief, wollte ich mich heute mit einer ganz lockeren Runde um den Haus-See versöhnen, und die schlechten Erfahrungen aus den Beinen radeln – leider habe ich dabei die Streckendaten von gestern überschrieben – sie sind daher geschätzt.

18. 6. 2013, 10:30 Uhr
Wetter: 24 Grad; sonnig, leichter Wind
Strecke: 28,1 km || Fahrzeit: 1:04 Std
Schnitt: 26,6 km/h || Max 39 km/h

Verkehrsmäßig war trotz der unverdächtigen Zeit auf den Straßen auch wieder jede Menge los – und zweimal(!) haben mich Autofahrerinnen fast vom Rad geholt, weil sie mich beim Linksabbiegen übersehen haben – wegen solcher Episoden fahre ich immer mit Helm und Handschuhen – und am liebsten auch mit langen Klamotten…

Konditionsmäßig hatte ich auch heute wieder so meine Probleme; aber zum Glück nicht so schlimm wie gestern – also einfach flexibel sein: ich bin etwas ruhiger gefahren, und habe das Wetter und die Tour genossen, und aus der eigentlich geplanten „Doppelrunde“  um den See ist dann nur eine „einfache“ Runde geworden. Morgen erstmal Pause – und vielleicht klappt es ja am Donnerstag.

15. 6. 2013, 10:30 Uhr
Wetter: 22 Grad; wolkig, leichter Wind
Strecke: 53 km || Fahrzeit: 2:57 Std
Schnitt: 18,28 km/h || Max 39 km/h

Nachdem ich unter der Woche ja eine etwas größere Runde um den Zwenkauer See abgefahren bin, habe ich am Samstag eine ähnliche Tour mit meiner Liebsten gemacht. Das Wetter war zwar noch nicht sommerlich, aber immerhin so warm, dass man nicht friert, und wir haben am ehemaligen Elsterstausee ein Eis genossen.

Alter Elsterstrausee - kleinEin unwirklicher Anblick, der irgendwie traurig macht. Auf dem undichten Grund des alten Badesees entsteht ein kleiner Wald. Nur die alten Bootsstege ragen sinnlos ins Grüne hinein.

Trotzdem gibt es noch einen neu-sanierten Kiosk, der die radelnde Kundschaft unverdrossen und im alten Charme der DDR-Dienstleistungsgesellschaft mit Eis, Kaffee und kleinigkeiten zum Knabbern bewirtet.

Die weitere Tour um den Zwenkauer See war – wie eigentlich fast immer – zum Sterben schön, und der See präsentierte sich in einem verführerischem Südsee-Blau, der Lust aufs Baden machte…

Zwenkauer See klein

Auch am neuen (noch immer wasserlosen) Zwenkauer-Hafen hat sich inzwischen eine Menge getan. Wo letztes Jahr außer dem Hafen nur ein paar verloren wirkende Privathäuser standen, findet sich nun eine kleine Siedlung, und man kann fast erahnen, wie es dort einmal aussehen wird.

Obwohl wir recht langsam unterwegs waren habe ich die Tour nicht sonderlich gut weg gesteckt, und mich am Sonntag ziemlich platt gefühlt.

11. 6. 2013, 8:50 Uhr
Wetter: 19 Grad; sonnig(!) , windstill
Strecke: 50 km || Fahrzeit: 1:51 Std
Schnitt: 27,16 km/h || Max 44 km/h

Die letzten Tage war es hier wieder recht regnerisch, und eine für den Sonntag geplante Runde haben wir schon nach etwa einer halben Stunde abgebrochen, da unheilverkündend eine dunkle Gewitterfront heraufzog, und wenig später die Landschaft mit Donnergrollen, Blitz und Regen überzog. Doch da waren wir zum Glück schon wieder in unserem trauten Heim, und wärmten uns bei Kaffee und Kuchen.
Heute dann also kilometermäßig ein Double-Feature – d.h. eine Runde um den Cospudener See und um den Zwenkauer See – mit GPS und Kartenunterstützung. Gerade die „Elektro-Karte“ hat mir bei einigen Gelegenheiten wirklich weitergeholfen. Der Anblick des langsam voll laufenden Braunkohle-Tagebaus ist immer wieder eine Trainingsrunde wert – und die 50 Kilometer habe ich dabei irgendwie gar nicht gemerkt…

2013-06-11- Zwenkauer See

OK – hier ist sicher auch ein wenig Bearbeitung im Lolli-Stil dabei, aber der Anblick des halb gefluteten Zwenkauer Sees mit den Kühltürmen des Kraftwerks bei Espenhain im Hintergrund ist schon sehr atemraubend!

Zum Glück ist mein GPS-Fahradcomputer-Smartphone schlau genaug für eine „provisorische“ Kamera, so dass ich den Anblick festhalten konnte.

Reden wir nicht Drumherum: Wie bei jeder Ausdauersportart, ist es auch beim Radeln wichtig, regelmäßig zu fahren.

Klar: Ein ausgefeilter Trainingsplan mit der richtigen Mischung aus Grundausdauertraining, Leistung und Pausen sowie die richtige Ernährung sind ebenfalls sehr wichtig, wenn man „erfolgreich“ trainieren will, aber ich glaube es ist die Regelmäßigkeit und die vielen vielen dabei gewonnenen „stillen“ Kämpfe mit den inneren Schweinehund, die einen „ernsthaften“ Radsportler vom Freizeitradler unterscheiden; und gerade zum Saison-Start ist es oft sehr schwierig das Training durchzuziehen. Ob man nun 20 oder 60 Kilometer unterwegs ist, einen 20er oder einen 30er Schnitt fährt, mag einen Stolz (oder traurig) machen – aber was in meinen Augen aber wirklich zählt ist das regelmäßige Trainig.

Gerade zu Begin der Saison gibt es jeden Morgen hundert gute Gründe, nicht zwei Stunden früher für das Training aufzustehen:  Regen, Sturm, der allgemeine Montags-Blues, der Muskelkater vom  letzten Training, oder einfach die sanften Arme der (… oder des) Liebsten, die einen fest umschlungen halten!

Im Grunde meines Herzens bin ich eher faul, und gebe daher gern der einen oder anderen hinterhältigen Verlockung meines teuflisch schlauen inneren Schweinehundes nach. Aber mit den Jahren habe ich ein paar mindestens eben so hinterhältige Techniken entwickelt, um diesem Tierchen paroli bieten zu können 🙂

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Die Zauberformel für ein erfogreiches Training heißt Kontinuität & Spass.

Nur wenn man regelmäßig Trainiert, und das Training mit positiven Erlebnissen verbindet, wird man auch langfristig am Ball bleiben. Neben dem Trainingsaufbau selbst gibt es eine Reihe von Tricks und Kniffen, um die Trainingsmotivation zu steigern bzw. hoch zu halten

Jeder von uns hat dabei seine eigenen Schwächen, Stärken und Vorlieben, und die folgenden Ideen sind natürlich speziell auf mich zugeschnitten – trotzdem hoffe ich, das ihr den einen oder anderen Tip für Euer eigenes Training verwenden könnt.

  • (realistische) Trainings-Ziele setzen und kontrollieren: Ein erfolgreiches Training basiert auf Erfolgserlebnissen. Wenn man sich unrealistische Trainingsziele setzt wird man schnell die Lust verlieren. Ebenso wichtig ist es, die Ziele hinterher zu kontrollieren und am Trainingserfolg zu arbeiten. Ich neige beispielsweise dazu, zu „hart“ zu fahren, d.h. ich fahre zu wenige „lockere“ Trainingsrunden.
  • Alternative Trainings-Ziele setzen: Einfach nur Kilometer zu schrubben, „gegen“ die Zeit bzw. für einen bestimmten Schnitt zu fahren wird schnell langweilig und im schlimmsten Fall sogar frustrierend. Zumindest ging es mir ziemlich schnell so, als ich vor zwei Jahren wieder mit dem regelmäßigen Training begann. Irgendwie hatte ich das Gefühl, nicht mehr richtig weiterzukommen, und der Streckenverlauf meiner Trainingsrunde begann mich zu langweilen. Hinzu kommt, dass ich dazu neige an kritischen Stellen unvorsichtig zu fahren, um am Ende eine bestimmte Durchschnittsgeschwindigkeit zu halten. Inzwischen bin vom Kilometerzählen und der Jagd nach Geschwindigkeitsrekorden weitgehend weg. Für mich zählt eher die Regelmäßigkeit des Trainings, und ganz bewusst erkunde ich auch mal alternative Streckenvarianten oder Ziele (z.B. Ausichtspunkte) die etwas abseits der „normalen“ Runde sind. Auch mache ich gern Unterwegs mal halt, um das eine oder andere schöne Foto zu machen. Auch dies können (ergänzende) Trainingsziele sein. Gerade das Fotografieren hat sich bei mir bewährt, um nicht Gefahr zu laufen in einen Geschwindigkeitsrausch zu verfallen.
  • gute Tourenplanung: Bei 30, 50 oder noch mehr Kilometern Trainingsstrecke ist es schwierig, einfach „ins Blaue“ hinein fahren. Insbesondere die regelmäßigen Trainingsstrecken – aber auch „Einmal-Touren“ sollten – mit passenden Karten! – geplant werden, damit man auch Spass beim Fahren hat.  Je nachdem, was für ein Fahrertyp man ist, sollte man schon vorab auf schöne grüne  „sight-seeing“ – Wege oder Rennrad-gerechte Strecken achten. Auf einem Rennrad 30 Kilometer schlechten Asphalt oder unbefesstigten Sand & Schotter zu fahren, macht einfach keinen Spass.
  • motivierende Tourenziele: DAS Geheimnis einer gut geplanten Route sind interessante (Zwischen-)Ziele. Etwa alte Gemäuer, Aussichtspunkte oder ein leckeres Eiskaffee. Auch auf regelmaßig zu fahrenden Trainingsstrecken kann es für die Motivation Wunder wirken, wenn man sich ein schönes Cafe für ein Päuschen ausguckt, oder einfach nur einen besonders hübschen Streckenabschnitt bewusst abfährt.
  • Zeitliches Eintakten: Jeder von uns hat seine speziellen zeitlichen Verpflichtungen (Arbeit; Kind etc.) und seine zeitlichen Aktivitätsphasen (Morgenmuffel oder Frühaufsteher), auf die man beim Training achten muss. Wer eher ein Nachtmensch ist, sollte sein Training eher in den Nachmittag oder Abend legen, der Frühaufsteher lieber auf den Morgen.
  • Vollendete Tatsachen: sich einfach schon morgens nach dem Duschen oder vor dem Abendbrot in Radklamotten an den Tisch setzen. Die Familie findet es vielleicht etwas unpassend – aber wenn man die Sachen schon angezogen hat, fällt das Losradeln erheblich einfacher.
  • Überreden und Abwiegeln: Letztlich sind die Gründe nicht zu fahren oft vom inneren Schweinehund vorgeschoben, und es gibt tausend Argumente, doch zu fahren: „… heute fahre ich nur nur eine kleine ruhige Runde Grundausdauer“(<– mein Favorit!) , „…wenn man erstmal auf dem Rad sitzt, ist dass Wetter gar nicht mehr so schlimm“ , „…das Wetter ist so schön, da wäre es schade, nicht zu fahren“, „… die Müdikeit verschwindet schon, wenn man erstmal ein paar Kilometer gefahren ist“.
  • Aufwerten der Trainingseinheiten: Wer seine Radrunden mit einer „alten Gurke“ und in ungeeigneten Klamotten dreht, wird an seinem Training weniger Spass haben, als mit einem guten Rad und „coolen“ Klamotten. Auch die Wahl einer geeigneten Trainingsstrecke spielt eine Rolle für das Trainingserlebnis. Ich liebe es zudem, meine Runden mit dem GPS meines Smartphones aufzuzeichnen, mir hinterher anzuschauen, und mit früheren Trainingsdaten zu vergleichen. Selbst Kleinigkeiten wie eine leckere abwechslungsreiche Verpflegung auf der Trainingsrunde sollte man nicht vernachlässigen!
  • Gruppenerlebnis: Mir begegnen beim Training aber viele (Renn-)Radlergruppen. Wenn man sich verabredet hat, fällt es schwerer zu kneifen, und es macht einfach mehr Spass. Geteilte Freude ist doppelte Freude. Ich selbst tausche mich über mein Training via Internet mit Gleichgesinnten aus – und mir würde etwas fehlen, wenn ich mit niemanden darüber reden, oder nur allein trainieren könnte.
  • Flexibilität und Trainings-Spass: Ich passe mein Trainig ganz bewusst der aktuellen Stimmung an. Wenn der Schweinehund bellt – und auch später auf dem Rad nicht schweigen will, dann ist es auch absolut in Ordnung nur eine kleine ruhige Runde zu fahren (auch wenn man eigentlich eine große schnelle Runde drehen wollte). Im Zentrum sollte immer ein positives Trainingserlebnis – also der Spass – stehen. Und gesiegt hat man trotzdem: Nämlich über den inneren Schweinehund.
  • (Selbst-)Disziplin: Gerade zum Saisonbeginn mach ich mir immer wieder bewusst, dass für mich vor allem die Regelmäßigkeit beim Trainig zählt. Wenn es wirklich absolut gar nicht geht, kann ich auch mal einen Tag aussetzen – der muss dann aber auch zwingend wieder auf- bzw. nachgeholt werden. Allerdings steht für mich auch hier immer der Spass im Vordergrund; d.h. ich passe mein Training flexibel den Bedingungen an.
  • Freude auf das „Hinterher“: Ich mache mir bewusst, dass ich gerade in solchen „Null-Bock“-Stimmungen, hinterher besonders stolz auf mich sein werde.
  • Belohnung: Wenn es zeitlich passt, verspreche ich mir nach dem Training ein schönes heißes Bad, einen Snickers-Riegel oder ähnliches, um mich zu Belohnen und den Sieg über den inneren Schweinehund zu feiern.

… ich staune gerade selbst, wie viele Tricks so beim Überlegen zusammengekommen sind. Und bestimmt gibt es noch viele weitere Hinterhalte, um den inneren Schweinehund ins Abseits zu stellen. Nach meinen Erfahrungen sind diese Taktiken aber mit zunehmender Trainingsdauer immer seltener nötig, da man immer mehr beginnt, sich wirklich auf das regelmäßige Training zu freuen…

Über weitere Tips und Anmerkungen zu dieser Sammlung bin ich dankbar.

5. 5. 2013, 8:50 Uhr
Wetter: 14 Grad; sonnig(!) , windstill
Strecke: 30 km || Fahrzeit: 1:04 Std
Schnitt: 28,16 km/h || Max 39 km/h

Nachdem ich die letzten Tage wegen Regen, diverser Streckensperrungen und Katastropenalarm hier bei uns in Leipzig nicht fahren konnte, überraschte der heutige Morgen nicht nur mit sinkenden Wasserpegeln, sondern auch mit einem herrlichen – der Jahreszeit endlich angemessenen – Wetter.

Flutbecken der Elster.

Meinen üblichen Weg konnte ich natürlich immer noch nicht fahren, da immer noch die weiße Elster über den Fahrradweg rauscht. Also war wieder die Asphaltstrecke angesagt – und wieder einmal bin ich ziemlich überrascht von dem guten Schnitt.

Der GPS lief natürlich mit. Allerdings wollte er erst keine Sateliten finden: Tücke der Technik – und die Grenzen meines einfachen NokiaC7 Smartphones.
Das nächste Mal werde ich mich gegenüber auf den kleinen Platz stellen – da hat der Smatie dann freie Sicht zum Himmel. Etwas ärgerlich ist auch die vollkommen unsinnige Berechnung der Durchschnittsgeschwindigkeit durch die GPS-Software. Da muss ich wohl noch ein wenig an den Einstellungen des SportsTrackers von Nokia basteln(?), oder die Track-Daten mal zu einer anderen Software exportieren, die etwas besser rechnen kann. Trotz dieser Einschränkungen ist dass Tracking meiner Runden ein echter Zugewinn für mich!

Land unter!

2. 6. 2013, 7:20 Uhr
Wetter: 9 Grad; regnerisch, sehr stürmisch!
Strecke: 29 km || Fahrzeit: 1:09 Std
Schnitt: 25,66 km/h || Max 37 km/h

Nachdem mich Gestern meine inneren Schweinehunde besiegt haben, bin ich heute gleich morgens vor dem Frühstück aufs Rad gestiegen – nüchtern.

Immerhin: Der Regen war nicht ganz so stark wie Gestern, dafür war es aber erheblich windiger… ach was – es war STÜRMISCH!

Warnboje klein

Da im Leipziger Umland „Land unter“ ist, und wegen der Überflutungen sogar in einige Gebieten Katastropen-Alarm ausgelöst wurde, konnte ich meine übliche Tour nicht fahren. Wäre wegen des Regens aber eh nicht zu empfehlen gewesen. Daher also die „Asphalt-Tour“, welche unbefestigte Wege vermeidet.

Direkt am Cospudener-See verläuft auch das Überlaufbecken der „Weißen Elster“ (durch welches ich normalerweise durchfahre…). Hier strömte das Wasser mit beängstigender Geschwindigkeit, und nur einen knappen Meter unter der Deichkrone. An einigen Stellen war der Deich so durchgeweicht, dass das Wasser über den Radweg Richtung See strömte…

Ich vermute einmal, dass der gesamte Rundkurs ein paar Stunden später komplett abgesperrt wurde – so bin ich in den „Genuss“ eines doch recht einmaligen Schauspiels geworden.

Auf dem Rückweg hatte ich wegen des Windes ziemlich zu kämpfen, da ich auf der gegenüberliegenden Seeseite voll im Wind fahren musste…

Insgesammt ein sehr beeindruckender Trip!