Archive for Juli, 2013


Die letzten Tage habe ich mich ziemlich mit der Software BASECAMP von Garmin herumgeplagt. Es handelt sich um Free-Ware, welche die Garmin-eigenen Fahrradnavigatoren (z.B. die Oregon-Serie) mit Kartenmaterial, Routen und Tracks versorgt, die dann nachgefahren werden können. Grundlage für meine Planung waren spezielle Rad-Karten, welche auf den Daten der Open-Street-Map (OSM-Karten) aufbauen. Nach langem Suchen und ausprobieren sehr verschiedener Karten kann ich folgende zwei Karten empfehlen:

  • Die OSM-Radkarte von Johannes Formann auf formann.de,
  • Die VeloMap Karte auf VeloMap.org.

Beide Karten werden fast Monatlich auf den neuesten Stand gebracht, und auf der Velomap-Seite finden sich eine ganze Reihe nützlicher Hinweise zum Umgang mit einer Navigationssoftware im Allgemeinen, und der Karte im besonderen. Ein ausführlicher Vergleich der mir bekannten Rad-Karten ist für die nahe Zukunft geplant.

Zum Thema Navigation und Computer schreibe ich zur Zeit an ein paar weiteren Beiträgen, die dann – spätestens in der kälteren Jahreszeit – hier auch veröffentlicht werden. Zur Zeit bin ich noch dabei vieles auszuprobieren. Für den Moment habe ich mir dann doch eine „normale“ Papierkarte für 6 Euro gekauft:

  • – Dr. Barthels „Dübener Heide“ Karte Nr. 031

Insbesondere deswegen, da die Fernrad-Routen, welche durch die Dübener-Heide führen auf den mir bekannten OSM-Karten nicht verzeichnet sind. Darüber hinaus wird mich – wie auch schon die letzten Monate – mein Nokia-C7 Smartphone mit diverser Navigationssoftware begleiten.

Die kommenden Tage werden wir jedenfalls mit Zelt und Rad im Revier der Dübener Heide unterwegs sein – ich werde dann darüber Berichten.

UPDATE: Beim eben gerade automatisch durchgeführten Update auf die neue Version, wurden meine ganzen Routen und Tracks ungefragt gelöscht, und ließen sich auch nicht wieder herstellen.  Die Software Basecamp ist definitiv KEIN professionelles Werkzeug, sondern eher ein „Lifestyle-Spielzeug“. Oder vielleicht auch für sehr langmütige und geduldige Menschen – die Freude an Rätseln und Adventure-Games auf dem Computer haben. Aber auch dazu später mehr…

Da ich lieber auf dem Rad als vor der Garmin-Software sitze, werden wir unsere morgige Tour wohl oder übel via Karte fahren.

Dankeschön Garmin :-/

…. die letzten Tage war es bei uns heiß – seeeehr heiß!

27. 7. 2013, 9:40 Uhr
Wetter: 30 Grad; wolkenlos, leichter Wind
Strecke: ca. 15 km || Fahrzeit:   ca. 45 Minuten
Schnitt: ca. 20  km/h || Max …

Heute war  an eine Trainingsrunde nicht zu denken – schon früh Morgens um 7.00 Uhr nährte sich das Thermometer schon den 30 Grad. Statt Radeln also exessives Baden und – bei etwa 36 Grad Mittagshitze – Liegen unter dem Sonnenschirm. Anders hätte man den Tag am Strand auch nicht überstanden.

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28. 7. 2013, 11:30 Uhr
Wetter: 28 Grad; wolkig, leichter Wind
Strecke:  47 km || Fahrzeit: 2:45  Std
Schnitt: 18  km/h || Max 39 km/h

Obwohl es heute noch heißer werden sollte, begann der Tag mit Regen und halbwegs humanen Temperaturen. Nach einem Blick auf die Wettervorhersage haben wir dann kurzerhand heute unsere Radtour entlang des „Kohle-Dampf-Licht“-Radweges um den Schladitzer See und den Werbeliner See in Angriff genommen – und sicherheitshalber neben der Karte eine selbstgemachte Erdbeergrütze und großzügige 2,5 Liter Wasser als Verpflegung eingepackt…

Die Fahrt in den Leipziger Norden hatte ich ja schon bei meiner letzten Tour ausgekundschaftet. Entsprechend verlief sie zügig und – aus Radfahrersicht – aufgrund der gut ausgebauten Radwege auch erfreulich sicher.
IMG_0002psSEHR KLEINZunächst sind wir um den Schladitzer See gefahren (siehe meinen letzten Beitrag), dann jedoch am Wolteritzer Badestrand rechts über den Parkplatz in Richtung Werbeliner See abgeboten. Natürlich nicht, ohne vorher am dortigen Freisitz mit zwei kühlen Flaschen isotonischem (alkoholfreien!)  Getränk eine Pause einzulegen 🙂 
Das nebenstehende Foto zeigt die atemberaubende Aussicht, wenn man auf dem unteren der beiden Radwege vom Süden aus am östlichen Seeufer Richtung Norden fährt. Obwohl noch deutlich zu erkennen ist, dass es sich bei dem See um einen ehemaligen Braunkohle-Tagebau handelt, finden sich am Ufer reichlich lauschige Plätzchen für eine kurze Rast und ein erfrischendes Bad. Das „Schmetterlings-Bild“ entstand übrigens bei einer solchen Gelegenheit. Die Wiese wurde von hunderten kleinen blauen Schmetterlingen bevölkert.

IMG_0004ps 400x300Das Foto zeigt den Blick auf den Werbeliner See von einem Rastplatz am Nord-Ufer, während wir uns bei einer Pause über die Grütze hergemacht haben. Die beiden bisher nebeneinander verlaufenden Radwege (einer Split einer Asphalt) vereeinen sich hier zu einem Asphaltweg.
Am Westufer grenzt der Weberliner See an den etwas kleineren Grabschützer See. Letzterer ist so neu, dass er auf den meisten Online-Karten nicht einmal verzeichnet ist.
IMG_0018ps 300x400Das nebstehende Foto zeigt den noch „jungen“ Grabschützer See, welcher mit einem  Natur-Lehrpfad umsäumt ist, der den Prozess der Re-Naturierung (… oder der Saturierung, wie ich lernen durfte) auf diversen Tafeln sehr anschaulich darstellt.
Die gesammte Gegend ist immer noch sehr geprägt von den umfangreichen Zerstörungen, die der Kohleabbau (der bis Ende der 90er Jahre lief) mit sich brachte. Andererseits es ist kaum zu glauben, in welch kurzer Zeit die Natur sich diese karge Mondlandschaft zurückgeholt hat.

IMG_0023ps 300x400Als Erinnerung an den alten Tagebaubetrieb wurde ein kleiner Technikpark geschaffen, den man sich unbedingt ansehen sollte. Allerdings ist der Weg zum Teil recht schmal, und ohne passende Karte verfährt man sich leicht. Als Highlight steht hier ein weithin sichtbares, 17 Meter hohes Schaufelrad, welches sich hier früher durch die Landschaft gefressen hat. Neben weiteren Exponaten gibt es auch eine Schautafel, welche wissenswertes über den Bergbau in der Region zu berichten weiß.

Inzwischen war es Nachmittag geworden, und auch unsere rechhaltigen Wasservorräte gehen zur Neige. Insofern waren wir froh um die unproblematische Rückfahrt, die wiederum über die „Kohle-Dampf-Licht-Radroute“ via Bidermeier-Strand (ausgeschildert), und dieselben Straßen, wie auf dem Hinweg verlief.

Letztlich kann ich in diesem Blog nur ein paar ausgewählte Bilder zeigen, von denen ich hoffe, dass sie ein wenig Appetit darauf machen, diese Tour nachzufahren. Ich empfehle aber sehr, eine Karte und eine Knipskiste mitzunehmen (…nicht nur das Smartphone), da die gesammte Strecke sehr viel spannende Motive bereithält, und das Wegenetz zum Teil doch recht verwirrend ist. Wir sind hier sicherlich nicht das letzte Mal unterwegs!

Einen gpx-Track der Tour werde ich bei Gelegenheit einstellen.

24. 7. 2013, 8:40 Uhr
Wetter: 24 Grad; wolkenlos, leichter Wind
Strecke: 39* km || Fahrzeit: 1:33  Std
Schnitt: 25,4  km/h || Max 43 km/h

*inklusive eines „Verfahrers“

… das mit dem „Auf zu neuen Ufern“ ist hier durchaus wörtlich zu nehmen! Heute bin ich bei allerbesten Wetter endlich eine schon lange geplante Runde um den im Norden von Leipzig liegenden Schladitzer See gefahren – und habe mich dabei die ganze Zeit gefragt, warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe (dazu später mehr…).

Zwar führt der erste Streckenteil durch das Leipziger Stadtgebiet, aber erfreulicherweise ist ist ein Großteil der Strecke sehr gut für Radler ausgebaut und teils, wie etwa der obere Abschnitt der Landsberger Strasse, sogar ausschließlich für Radler befahrbar (siehe Bild).

Landsberger Strasse - nur für Radler!

Landsberger Strasse – nur für Radler!

Die Tour lohnt sich, denn auch das Ziel – der Schladitzer See – ist ein atraktiver Badesee mit großartigen, überraschend leeren Stränden. Das liegt wohl daran, dass der See auch unter „Alt“-Leipzigern noch recht unbekannt ist.

Der Schladitzer (Bade-)See

Der Schladitzer (Bade-)See

Neben dem auf der Südseite gelegenen Bidermeier Strand befinden sich auch am Ost- und Westufer sehr schöne Strände die teils mit Restaurants, Verkaufsstände sowie ergänzende Freizeitangebote aufwarten. Auch für Radler ist der See (beziehungsweise das ganze Revier) interesant, da die Radwege fast durchgehend asphaltiert sind, und neben dem Schladitzer See drei weitere Seen in unmittelbarer Nähe liegen. Entsprechend viele und abwechselungsreiche Tourmöglichkeiten bieten sich.

Letztlich ist es immer wieder überraschend für mich, dass man auch in einer verhältnismäßig großen Stadt wie Leipzig relativ schnell das verkehrsreiche Zentrum verlassen hat – da bin ich aus Hamburg doch anderes gewöhnt…

Auf zu neuen Ufern“ ist in diesem Zusammenhang mit dieser Tour aber auch als – hoffentlich erfolgreicher – Wechsel in meiner Trainingsmotivation zu verstehen. Nach der vierwöchigen Pause habe ich die letzten Tage (… und während dieser Runde) viel darüber nachgedacht, warum ich eigentlich nicht mehr aufs Rad gestiegen bin.

Ich glaube, dass die letzten Wochen einfach zuwenig Abwechselung in der Tourengestaltung hatten, und mir die statistischen Kennzahlen zur Leistungsmessung – etwa Geschwindigkeit, gefahrene Kilometer – einerseits zu wichtig wurden, andererseits aber einfach zuwenig Anreiz bieten, um dauerhaft zufrieden mit meinem Training zu sein. Irgendwie hatte ich auf den letzten Runden viel zu sehr auf den Tacho, und viel zu wenig auf die Landschaft geachtet; und bin oftmals bis zum Schluss der Runde sehr zügig gefahren, um mir den „Schnitt“ nicht zu ver… <ähhm> …masseln. Natürlich ist es hin und wieder mal schön richtig Druck zu machen – aber es ist doch unsinnig und auch gefährlich, wenn man dass über die ganze Strecke macht.

Gerade die Abwechselung, also auch dass Erkunden neuer Strecken oder die Variation der Strecken, ohne dabei ständig den Tacho im Hinterkopf zu haben,  macht für mich auch einen wichtigen Reiz beim Radfahren aus – besonders im Frühjahr und Sommer.

Also habe ich es heute bewusst ruhig angehen lassen, und mich auch nicht darüber geärgert, dass ich mich unterwegs einmal schlimm verfahren habe. Und immerhin: Obwohl ich heute ja fast 40 Kilometer unterwegs war, ging es mir nach der Runde richtig gut!

Sicherlich ist das kein Patentrezept für Jedemann – aber vielleicht helfen mir diese bewussten Änderungen ja dabei, längerfristig am Ball zu bleiben.

Stop and Go

21. 7. 2013, 10:30 Uhr
Wetter: 24 Grad; wolkenlos
Strecke: 15 km || Fahrzeit: 0:45 Std
Schnitt: 20 km/h || Max 33 km/h

Ursprünglich war für den gestrigen Sonntag eine kleine Biken&Baden Kombination mit meiner Liebsten geplant. Aufgrund des zauberhaften Sommerwetters waren dann aber gegen 11.00 Uhr die Wege so verstopft, dass streckenweise wirklich nicht mehr als Stop & Go drin war. Trotzdem gibt es leider immer wieder erstaunlich viele geistig verwirrte Freizeitradler, die meinen ihre zweifelhaften Ambitionen rücksichtslos auch auf einem völlig überfüllten Fussgänger&Radfahrweg durchziehen zu müssen – dabei gibt es direkt neben dem Rundweg um den Cosspudener See auch reichlich wenig befahrene Straßen und Wege, welche ebenfalls dafür taugen – ohne die Mitmenschen zu gefährden, und unser Image als Sportradler zu beschädigen.
Man mag ja heutzutage gar nicht mehr die Klingel betätigen, da die zurecht verschüchterten Fussgänger vor ihrem geistigen Auge einen irre grinsenden Rennradler in hautengem Lycra herranbrausen sehen, und sich hektisch in die Büsche werfen.

…ich habe jedenfalls aus der Not eine Tugend gemacht, mein Rad abgestellt, und bin statt dessen ein paar Extra-Runden im Badesee geschwommen. Den sonnigen Tag am Strand zu genießen, und das Training auf den kommenden Tag zu schieben, war bestimmt die bessere Entscheidung.

22. 7. 2013, 9:00 Uhr
Wetter: 24 Grad; wolkenlos
Strecke: 29 km || Fahrzeit: 1:06  Std
Schnitt: 27,18 km/h || Max 35 km/h

Heute ging es dann nett und weitgehend ungestört um Neun Uhr Vormittags um den See, der abgesehen von ein paar Inline-Skatern ruhig und friedlich in der Morgensonne funkelte. Wieder einmal habe ich bedauert, keinen Fotoapperat dabei zu haben, da sich links und rechts der Strecke wirklich ein paar sehr hübsche An- und Aussichten boten.

Der Trainingsrückstand mach sich – natürlich – immer nich bemerkbar, aber ich bin schon wieder ein wenig besser unterwegs.

18. 7. 2013, 9:10 Uhr
Wetter: 22 Grad,  sonnig, leichter Wind
Strecke 29 km || Fahrzeit 1:07 Std
Schnitt 26 km/h || Max 35 km/h

Ich hatte zwar wegen meiner Knie eine kleine Erholung geplant, aber wie ich gerade gesehen habe, ist meine letzte Trainingsrunde genau einen Monat her!

Hand aufs Herz – Ausreden und Gründe gibt es viele, aber ganz ehrlich: Ich hatte schlicht und ergreifend einfach keine Lust, aufs Rad zu steigen.

Klar waren mir teils auch einige Termine im Weg, mein Kreislauf scheint mit den sehr sommerlichen Temperaturen und den hohen Ozon-Werten nicht so gut zurecht zu kommen. – und und und…

Unter dem Strich waren das aber alles keine wirklichen Gründe, nicht aufs Rad zu steigen.

Vielleicht war diese längere Pause einfach mal notwendigt, und ganz simpel ein Zeichen dafür, das ich meine Trainingsziele attraktiver gestalten muss.

Jedenfalls habe ich auf den letzten Kilomentern das fehlende Training doch ziemlich in den Beinen gemerkt. Die nächsten Tage bin ich ersteinmal unterwegs, hoffe dann aber meinen „alten“ Trainingszyklus wieder aufnehmen zu können.