24. 7. 2013, 8:40 Uhr
Wetter: 24 Grad; wolkenlos, leichter Wind
Strecke: 39* km || Fahrzeit: 1:33  Std
Schnitt: 25,4  km/h || Max 43 km/h

*inklusive eines „Verfahrers“

… das mit dem „Auf zu neuen Ufern“ ist hier durchaus wörtlich zu nehmen! Heute bin ich bei allerbesten Wetter endlich eine schon lange geplante Runde um den im Norden von Leipzig liegenden Schladitzer See gefahren – und habe mich dabei die ganze Zeit gefragt, warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe (dazu später mehr…).

Zwar führt der erste Streckenteil durch das Leipziger Stadtgebiet, aber erfreulicherweise ist ist ein Großteil der Strecke sehr gut für Radler ausgebaut und teils, wie etwa der obere Abschnitt der Landsberger Strasse, sogar ausschließlich für Radler befahrbar (siehe Bild).

Landsberger Strasse - nur für Radler!

Landsberger Strasse – nur für Radler!

Die Tour lohnt sich, denn auch das Ziel – der Schladitzer See – ist ein atraktiver Badesee mit großartigen, überraschend leeren Stränden. Das liegt wohl daran, dass der See auch unter „Alt“-Leipzigern noch recht unbekannt ist.

Der Schladitzer (Bade-)See

Der Schladitzer (Bade-)See

Neben dem auf der Südseite gelegenen Bidermeier Strand befinden sich auch am Ost- und Westufer sehr schöne Strände die teils mit Restaurants, Verkaufsstände sowie ergänzende Freizeitangebote aufwarten. Auch für Radler ist der See (beziehungsweise das ganze Revier) interesant, da die Radwege fast durchgehend asphaltiert sind, und neben dem Schladitzer See drei weitere Seen in unmittelbarer Nähe liegen. Entsprechend viele und abwechselungsreiche Tourmöglichkeiten bieten sich.

Letztlich ist es immer wieder überraschend für mich, dass man auch in einer verhältnismäßig großen Stadt wie Leipzig relativ schnell das verkehrsreiche Zentrum verlassen hat – da bin ich aus Hamburg doch anderes gewöhnt…

Auf zu neuen Ufern“ ist in diesem Zusammenhang mit dieser Tour aber auch als – hoffentlich erfolgreicher – Wechsel in meiner Trainingsmotivation zu verstehen. Nach der vierwöchigen Pause habe ich die letzten Tage (… und während dieser Runde) viel darüber nachgedacht, warum ich eigentlich nicht mehr aufs Rad gestiegen bin.

Ich glaube, dass die letzten Wochen einfach zuwenig Abwechselung in der Tourengestaltung hatten, und mir die statistischen Kennzahlen zur Leistungsmessung – etwa Geschwindigkeit, gefahrene Kilometer – einerseits zu wichtig wurden, andererseits aber einfach zuwenig Anreiz bieten, um dauerhaft zufrieden mit meinem Training zu sein. Irgendwie hatte ich auf den letzten Runden viel zu sehr auf den Tacho, und viel zu wenig auf die Landschaft geachtet; und bin oftmals bis zum Schluss der Runde sehr zügig gefahren, um mir den „Schnitt“ nicht zu ver… <ähhm> …masseln. Natürlich ist es hin und wieder mal schön richtig Druck zu machen – aber es ist doch unsinnig und auch gefährlich, wenn man dass über die ganze Strecke macht.

Gerade die Abwechselung, also auch dass Erkunden neuer Strecken oder die Variation der Strecken, ohne dabei ständig den Tacho im Hinterkopf zu haben,  macht für mich auch einen wichtigen Reiz beim Radfahren aus – besonders im Frühjahr und Sommer.

Also habe ich es heute bewusst ruhig angehen lassen, und mich auch nicht darüber geärgert, dass ich mich unterwegs einmal schlimm verfahren habe. Und immerhin: Obwohl ich heute ja fast 40 Kilometer unterwegs war, ging es mir nach der Runde richtig gut!

Sicherlich ist das kein Patentrezept für Jedemann – aber vielleicht helfen mir diese bewussten Änderungen ja dabei, längerfristig am Ball zu bleiben.

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