Archive for Januar, 2014


Auszeit!

… eigentlich war für heute – trotz des Gruselwetters – wieder eine Runde um den Schladitzer geplant.
„Eigentlich“ deswegen, da ich für die kommenden 10 Tage recht starke Antibiotika nehmen muss. Zwar stand im Beipackzettel etwas von Benommenheit und Gleichgewichtsstörungen – aber ich hätte nicht gedacht, dass die auch wirklich auftreten. Jedenfalls ist es definitiv keine gute Idee mit Schwindelgefühl aufs Rad zu steigen und Ausdauersport zu betreiben.

… so gesehen erscheint mir das Gruselwetter – zumindest in den nächsten Tagen – in einem sehr viel freundlicheren Licht.

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14. 1. 2014, 9:30 Uhr
Wetter: 4 Grad; nebelig
Strecke: 36 km || Fahrzeit: 1:30 Std
Schnitt: 24,4 km/h || Max 41 km/h
Tour: 3/14 || Insg.: 108 km

Gruseliges Wetter – aber immerhin kein Frost. Also rauf aufs Rad, um das milde Winterwetter zu nutzen. Denn ich kann mich noch gut an das letzte Jahr erinnern, wo wir bis in den Frühling hinein mit Schnee und Eis zu kämpfen hatten. Wie es scheint, stehe ich mit der Einstellung wohl recht allein da – denn ich habe keinen anderen Sportradler ausmachen können. Was das Wetter ausmacht, sieht man am nachfolgenden Foto. Es ist etwa an derselben Stelle aufgenommen wie beim letzten Ausritt

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Irgendwie steckte mir noch das gestriege Schwimmen in den Knochen – für einen(!!!) Kilometer habe ich etwa 30 Minuten gebraucht.

Also mal ehrlich: Eine halbe Stunde für 1000 Meter? Also da lob ich mir doch das Fahrad. Obwohl ich mich eigentlich für eine Wasserratte halte, tue ich mich mit diesem Ausgleichssport noch ziemlich schwer. Aber hinterher ist man doch immer froh, dass man sich aufgerafft hat.

Die heutige Tour selbst war trotz des nasskalten Wetters recht angenehm zu fahren. Ich bin dann doch wieder die neue – längere – Nordroute gefahren, da es dort kaum Wegabschnitte ohne Asphalt gibt – Matsch ist bei diesem Wetter echt ekelig. Irgendwie rollen sich die Kilometer so weg, und im Vergleich zu den ersten beiden Rundkursen bin ich dieses Mal ein wenig besser zurecht gekommen.

Partyrunde

11. 1. 2014, 10:30 Uhr
Wetter: 4 Grad; wolkig, windig
Strecke: 36 km || Fahrzeit: 1:31 Std
Schnitt: 24,1 km/h || Max 39 km/h
Tour: 2/14 || Insg.: 72 km

Nachdem es gestern ein herrliches Käsefondue mit reichlich Wein gab, war die heutige Trainingsrunde pflicht. Zum Glück lockte das Wetter mit freundlicher Sonne, welche zwischen den schnell am Himmel ziehenden Wolken aufmunternd hervorlugte. Also keine Ausreden :angel:
Sehr schöne Runde – wieder um den Schladi – und durch das sehr reichhaltige Käsefondue hätte zum Ende hin gern noch ein wenig länger auf dem Rad gesessen. Das wunderschöne Wetter hat mich mit sehr hübschen Aussichten belohnt, so dass ich mehrfach versucht war vom Rad zu steigen…

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Mein seit mitte letzten Jahres gefasster Vorsatz, die Touren deutlich lockerer anzugehen fällt mir von Mal zu Mal leichter.
Durch eine kleine Unaufmerksamkeit habe ich ein Halteschild zu spät gesehen, und war so zu einer Vollbremsung gezwungen – mit 10 km/h mehr auf der Uhr wäre das wohl nicht ganz so glimpflich abgelaufen.

9. 1. 2014, 9:00 Uhr
Wetter: 8 Grad; regnerisch, windig
Strecke: 36 km || Fahrzeit: 1:31 Std
Schnitt: 24,2 km/h || Max 41 km/h
Tour: 1/14 || Insg.: 36 km

Nun habe ich mich trotz grau-regnerischem Wetter doch endlich zu meinem ersten Ausritt in diesem Jahr durchringen können 🙂
Eigentlich wäre gestern, wegen des frühlinghaften Wetters, sicher der bessere Tag gewesen, aber da hatten mich meine inneren Schweinehunde fest im Griff.
Die Tour führte mich auf meine neue „Nordroute“ um den Schladizer See – und es ist mir tatsächlich KEIN EINZIGER Sportrader begegnet – so schlecht war das Wetter auch nicht, und die von mir im letzten Jahr ausbaldowerte Routenführung ist so schön, dass ich die Strecke sicherlich häufiger fahren werde.
Die 36 km habe ich recht gut weggesteckt – auch wenn ich gegen Ende doch gemerkt habe, dass meine Kondition ziemlich gelitten hat. Aufrecht gehalten haben mich die vielen jungen Polizei-Anwärter, welche mit Leidensmiene um den Schladitzer joggen mussten – eigentlich hätte ich ein Foto schießen müssen… 😉

Da es für „gute Vorsätze“ ja noch nicht zu spät ist, nehme ich mir vor, dass ich auf jeder Runde wenigsten ein Foto mache.

Das Flicken oder Wechseln eines Fahrradschlauches gehört zu den lästigen Routinen, mit denen jeder Radler immer wieder konfrontiert wird. Für mich war es die erste Reparatur, die mein Vater uns – mir und meinem Bruder – beibrachte. Denn natürlich hatte er keine Lust sich ständig selbst die Hände schmutzig zu machen 🙂

Letzten Sonntag, auf der gemeinsamen Heimfahrt vom Neujahrsessen, war es wieder einmal soweit – Das Rad meiner Schwägerin hatte einen Platten. Da sie das Rad am kommenden Morgen für die Fahrt zur Arbeit brauchte, bot ich ihr mit den Worten „das dauert keine 10 Minuten“ an, den Schlauch zu wechseln. Da sich nach Flicken & Einbau des Rades herausstellte, dass auch das Ventil defekt war, habe ich dann leider alles nochmal machen müssen, um einen neuen Schlauch einzuziehen – Da beim zweiten Schlauchwechsel auf magische Weise jeder Handgriff saß, hat die Aktion weniger als vier Minuten gedauert – persönlicher Rekord!

Über die Jahre habe ich den Arbeitsgang immer weiter perfektioniert, so dass der Schlauchwechsel inzwischen nur noch eine Minutensache ist. Die Hände macht man sich freilich immer noch schmutzig (außer man nutzt Latex-Handschuhe…).

Pflicht für einen schnellen und erfolgreichen Schlauchwechsel sind zwei oder drei Mantelheber, ein neuer Schlauch sowie ggf. Latexhandschuhe)

  1. Den neuen Schlauch soweit aufpumpen, dass er sich entfaltet (d.h. wie ein Schlauch aussieht)
  1. ACHTUNG: Soll das Hinterrad gewechselt werden, muss bei dem defekten Rad ggf. der „Service-Gang“ eingeschaltet werden. Bei SRAM-Narbenschaltungen ist das der 1 Gang, bei Kettenschaltungen nehme ich immer hinten das kleinste Ritzel (d.h. den größten Gang)
  1. Das Fahrrad vorsichtig auf den Kopf stellen, Schnellspanner lösen und das defekte Rad entnehmen (bei Narbenschaltung vorher die Mechanik lösen und abnehmen, bei einer Kettenschaltung einfach beim entnehmen den Arm des Schaltwerks leicht nach hinten ziehen).
  2. Die Mutter zur Fixierung des Ventil abdrehen. Direkt über dem Ventil dann den Mantel mit einem Mantelheber anheben und über den Felgenrand ziehen. Anschließend die Nut im Mantelheber hinter eine Speiche klemmen, um ihn zu fixieren. Mit einem zweiten Mantelheber etwa zwei Handbreit weiter links ebenfalls den Mantel anheben. Normalerweise kann man nun mit dem zweiten Mantelheber einmal um die Felge fahren, und den Mantel komplett über den Felgenrand zu heben.
  3. Direkt über dem Ventil drücke ich den Mantel wieder über die Felge und den Schlauch hinweg und ziehe dann das Schlauchventil aus dem Loch. Nun kann der gesamte Schlauch einfach aus dem Mantel gezogen werden.
  4. Bevor der neue Schlauch eingelegt wird, kontrolliere ich das Mantelinnere auf Dreck oder Beschädigungen, welche den Platten verursacht haben können (meist findet sich aber nichts). Außerdem kontrolliere ich, ob der Mantel noch weiter verwendet werden kann oder ebenfalls getauscht werden sollte.
  5. Der neue (leicht!) aufgepumpte Schlauch wird nun in den Mantel gelegt: Dazu heben ich den Mantel über dem Ventilloch wieder über den Felgenrand, stecke des Ventil durch das Loch, und hebe den Mantel wieder zurück über den Schlauch. Nun lässt sich der Schlauch einfach und faltenfrei in den Mantel legen!
  6. Ausgehend vom Ventil hebe ich nun den Mantel mit eingelegtem Schlauch nach und nach zurück über den Felgenrand – dabei darauf achten, dass der bereits eingelegte Mantel nicht wieder von der Felge rutscht. Ich setze mir dazu das Rad auf die Oberschenkel, und hebe links (mit der linken Hand) und rechts (mit der rechten Hand) gleichzeitig den Mantel zurück in die Felge. Das letzte Stück erfordert etwas Kraft – oder wieder einen Mantelheber.
  7. Nun wird noch kontrolliert, ob nicht versehentlich etwas Schlauch und den Mantelrand geraten ist. Dazu drücke ich zunächst das Ventil in den Mantel und ziehe ihn wieder zurück (…und schraube es danach die Mutter wieder drauf), dann wird der Mantel entlang der Felge zusammengedrückt, um zu prüfen, ob eventuell der Schlauch darunter hervorschaut.
  8. Nun kann das Rad wieder eingebaut werden – beim Vorderrad muss dabei auf die Laufrichtung des Mantelprofils geachtet werden, beim Hinterrad ziehe ich wieder den Arm des Schaltwerks zurück, um das Rad einsetzten zu können. Eventuell muss der Mantel zusammengedrückt werden, damit er an den Bremsbacken vorbei passt.
  9. Vor dem Festziehen des Schnellspanners und dem Aufpumpen muss kontrolliert werden, dass das Rad grade eingesetzt wurde.

—> Bilder zur Illustration werde ich dann beim nächsten Schlauchwechsel nachreichen 😉