Allgemein:
Wenn man mit dem Rad nicht nur mal schnell zum Bäcker fahren will, sondern regelmäßig eine oder mehrere Stunden unterwegs ist merkt man sehr schnell, dass „normale“ Straßenbekleidung zum Radfahren ungeeignet ist: Man ist komplett durchgeschwitzt, der Po fängt zu schmerzen an, man scheuert sich schnell die (ähmmm…) Innenschenkel auf, und die Klamotten selbst leiden oft auch.

–> Kurz und knapp: Ohne eine Minimalausstattung an Kleidern – für Sommer UND für Winter – hat man nich viel Spass auf dem Rad. Es muss ja nicht unbedingt die hauteng sitzende, schwarze Lycra-Bekleidung sein, auf welche viele Radler abzufahren scheinen – für den Anfang tun es auch die Standards aus dem Discounter oder aus dem Netz, die man sich witterungsbeding nach und nach zusammenkaufen kann. In der Praxis merkt man dann schnell, ob und an welcher Stelle sich Mehrausgaben lohnen.

TIPS:
Achtet auf eine halbwegs stimmige Farbauswahl der Kleidung – möglichst auch passend zum Rad.

– Wegen der Sicherheit an oberster Stelle stehen zunächst ein passender(!) Helm und passende Fahrradhandschuhe. Ich persönlich finde, dass auch eine Fahrradbrille dazugehört. (die Helmgröße ermittelt man, indem man den Kopfumfang in Höhe der Stirn misst; für die Handschuhgröße wird der Umfang der Handfläche oberhalb des Daumens gemessen.)

– Von speziellen Fahrradschuhen (mit Cleats) würde ich ersteinmal abraten. Normale, leichte Laufschuhe machen hier ebenfalls einen guten Job. Im Sommer und auf Radtouren bin ich oft sogar mit Sandalen unterwegs.

– Absolut notwendig ist Sport-Unterwäsche in kurz (Sommer) und lang (Winter). Baumwolle ist ungeeignet, da sie den Schweiß nicht transportiert, und man schnell zu frieren anfängt. Ich selbst habe neben Markenartikeln hier auch mit NoName-Sachen sehr gute Erfahrungen gemacht. Besonders, das die Unterwäsche öfters mal ersetzt werden muss.

– Fahrradhosen sind ein sehr komplexes Thema. Je nach Körperbau passt dem einen die Diskounterhose angegossen, während sie beim anderen scheuert. Achten sollte man etwa auf Flachnähte, und ein hochwertiges Sitzpolster. Generell ist unbestreitbar, dass die Qualität der verwendeten Stoffe sehr variiert – das merkt man sehr schnell, wenn man die Sachen das erste Mal trägt.

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Meine aktuellen Winter-Sportkleidung (bis 0 Grad):
– Kurze Funktionsunterwäsche (Slip/T-Shirt Puma)
– Lange Funktionsunterwäsche (noName)
– Lange Radlerhose – vorn mit Shield (NoName)
– Halstuch(!)
– Nierengurt (!)
– Langes dickeres Radlertrikot – ohne Shild (NoName)
– Ein Paar Sport-Socken (Zwei Paar wenn es kälter ist)
– Kurze Fahrradhandschuhe (geschlossen, wenn es sehr kalt/windig ist).

Gerade das Halstuch (welches man zur Not auch als Kaputze über den Kopf ziehen kann) hat sich als praktisch erwiesen. Wichtig ist es vor allem, dass der Oberkörper nicht auskühlt, und auch an den Beinen kein Kältegefühl entsteht –> Wenn einem beim Radeln nicht warm wird, hat man sich falsch angezogen!

. Die Klamotten sind ausnahmslos von Diskountern – auch wenn ich jedes Jahr aufs neue mit ein paar höherwertigeren Sachen von Gore liebäugel.

… to be continued!

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