Archive for Februar, 2015


27. 2. 2015, 11:00 Uhr
Wetter: 8 Grad; sonnig, leichter Wind
Strecke: 35 km || Fahrzeit: 1:31 Std.
Schnitt: 23,4 km/h || Max 40 km/h
Februar: 3/102 km || 2015: 3/102 km
Gesamt: 4714 km

Heute also die dritte Tour seit Trainingsbeginn in 2015, und trotz der Pause habe ich beim Kurbeln die beiden vergangenen Runden noch ziemlich gemerkt. Die ganze Strecke über waren meine Beine ziemlich schwer, und obwohl ich es bewusst recht ruhig angegangen bin, hatte ich meine liebe Mühe. War die Strecke echt immer schon so lang?!?

Naja – Entschädigt hat mich aber der wundervoll blaue Himmel, der so gar nicht zum sehr kalten Wetter passte.
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Man kann die Eisflächen auf den See und in den einzelnen Buchten ganz gut sehen. Nach den vielen grauen Tagen ein spektakulärer Anblick der mich meine Wackelpudding-Beine vergessen ließ…

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25. 2. 2015, 12:00 Uhr
Wetter: 6 Grad; wolkig, windig
Strecke: 35 km || Fahrzeit: 1:26 Std.
Schnitt: 24,4 km/h || Max 40 km/h
Februar: 2/67 km || 2015: 2/67 km
Gesamt: 4679 km

Meine zweite Februar-Runde Begann mühsam. Die ersten 20 Minuten habe ich mich echt schwer getan, und – wieder einmal – ernsthaft über eine Verkürzung nachgedacht. Besonders die Kälte hat mir dabei zu schaffen gemacht, denn anders als Gestern hatte ich den Wind hauptsächlich zum Beginn der Runde. Nach etwa einer halben Stunde wurde es dann besser, und auch der übliche Hänger nach ca. 40 Minuten fiel nicht so hart aus – wohl auch, da ich auf der Rückrunde etwas günstigeren Wind hatte. Belohnt wurde ich mit einem sehr hübschen Blick über den See.
2015-02-25-089klein

KLAMOTTEN: Da ich schon Gestern Probleme mit der Kälte hatte, habe ich mir diesmal zwei paar Strümpfe angezogen, eine lange Thermo-Unterhose war nicht notwendig – lediglich an den Armen und der Brust habe ich – Trotz langem Thermo-Unterhemd – etwas gefroren. Eine richtig gute Idee war es, mir die Ski-Maske, welche ich normalerweise nur als Schal trage, auch über den Kopf zu ziehen.

21. 2. 2015, 13:00 Uhr
Wetter: 6 Grad; wolkig, sehr windig
Strecke: 32 km || Fahrzeit: 1:27 Std.
Schnitt: 21,3 km/h || Max 41 km/h
Februar: 1/32 km || 2015: 1/32 km
Gesamt: 4644 km

Nach monatelanger Abstinenz heute also endlich als Trainingsauftakt eine Fahrt um den Schladizer See. Die Sonne lockte, und nach doch recht umfangreichen Reparaturen (Bremsen, neues Licht) war das Rad endlich wieder einsatzbereit.
2015-02-21-088 klein

Wie zu sehen ist, war es am See dann doch sehr windig. Trotzdem: Ein überraschend guter Start, aber wie erwartet nach ca. 40 Minuten ein ziemlicher gemeiner Leistungseinbruch. Der heftige Wind hat mir zusätzlich zu schaffen gemacht, so dass ich dann nur noch nach Hause rollen konnte.

Ja ich war blogging-faul!
Inzwischen neigt sich auch der Februar seinem Ende, und mein letzter Eintrag stammt vom letzten August.
Natürlich bin ich seitdem auch meine Touren gefahren, habe zum Geburtstag eine (gebrauchte) Gazelle als „neues“ Stadtrad geschenkt bekommen und habe viel an den Rädern herum geschraubt. Alles Dinge, die den einen oder anderen Beitrag wert gewesen wären – und viel zu viel, um das alles hier nachzutragen.

Rückblickend bleibt festzuhalten, dass ich 2014 meine 2000 Kilometer gefahren bin – sogar etwas mehr, und wieder eine ganze Menge über die Widrigkeiten des Radeln und letztlich auch über mich selbst und meine Grenzen gelernt habe.

Was – so könnte man fragen – lässt sich nach nach gut 40 Jahren stetigen Radfahren noch über das Radeln lernen?
Dabei geht es natürlich nicht mehr so sehr um technische Aspekte, oder die für viele zentrale Frage nach dem „richtigen“ Fahrrad.
Wirklich neu ist es für mich, das Radeln wieder ganz bewusst als Sport zu betreiben. Wie viele Andere war das Rad bisher eher Gebrauchsgegenstand, und meine Kilometer sind durch die täglichen Fahrten zur Arbeit zusammen gekommen. Bewusste Trainingsfahrten gab es hauptsächlich am Wochenende.

Natürlich nutze ich das Rad auch jetzt zum Einkaufen, oder um Freunde zu Besuchen. Die Arbeitsfahrten – und damit der Hauptkilometer-Lieferant – sind nach meinen Umzug weggefallen. Es hat dann einige Zeit gedauert, bis mich das bewusst gestört hat – und noch ein wenig länger, bis ich mir ein gutes Fahrrad zugelegt habe.
Focus - Posingfoto

Wie in meinen daily-soap’s nachzulesen, heißt Training nicht, sich einfach zwei Mal die Woche aufs Rad zu setzen und seine Runden zu drehen – nun, zumindest nicht für mich…
Zunächst habe ich mich natürlich über die Fortschritte in Kilometerleistung und Geschwindigkeit gefreut, aber mit fast Fünfzig(!) und zwei kaputten Kniegelenken stand ich dem vielbeschworenen „Schneller – Höher – Weiter“ schon recht früh skeptisch gegenüber.
Ich begann mich zu fragen, ob es nicht mehr geben kann, als die Jagd nach neuen Bestzeiten und optimierten Trainingsplänen. Schlimmer noch: die Anfangs schöne Trainingsstrecke (Cospudener See) begann mich zu langweilen, und die Jagd nach neuen Geschwindigkeitsrekorden verführte zu gefährlicher Fahrweise.

Eine neue Motivation – oder beeindruckender formuliert: eine neue Trainingsphilosophie – musste her!
Inzwischen fahre ich nicht mehr (nur) auf Tempo. Ich mache bewusst kleine Pausen, um ein Foto zu machen, entdecke neue Trainings-Strecken und genieße dabei den Ausblick.

Schauen wir, wohin mein Fahrrad mich 2015 trägt!