Ja ich war blogging-faul!
Inzwischen neigt sich auch der Februar seinem Ende, und mein letzter Eintrag stammt vom letzten August.
Natürlich bin ich seitdem auch meine Touren gefahren, habe zum Geburtstag eine (gebrauchte) Gazelle als „neues“ Stadtrad geschenkt bekommen und habe viel an den Rädern herum geschraubt. Alles Dinge, die den einen oder anderen Beitrag wert gewesen wären – und viel zu viel, um das alles hier nachzutragen.

Rückblickend bleibt festzuhalten, dass ich 2014 meine 2000 Kilometer gefahren bin – sogar etwas mehr, und wieder eine ganze Menge über die Widrigkeiten des Radeln und letztlich auch über mich selbst und meine Grenzen gelernt habe.

Was – so könnte man fragen – lässt sich nach nach gut 40 Jahren stetigen Radfahren noch über das Radeln lernen?
Dabei geht es natürlich nicht mehr so sehr um technische Aspekte, oder die für viele zentrale Frage nach dem „richtigen“ Fahrrad.
Wirklich neu ist es für mich, das Radeln wieder ganz bewusst als Sport zu betreiben. Wie viele Andere war das Rad bisher eher Gebrauchsgegenstand, und meine Kilometer sind durch die täglichen Fahrten zur Arbeit zusammen gekommen. Bewusste Trainingsfahrten gab es hauptsächlich am Wochenende.

Natürlich nutze ich das Rad auch jetzt zum Einkaufen, oder um Freunde zu Besuchen. Die Arbeitsfahrten – und damit der Hauptkilometer-Lieferant – sind nach meinen Umzug weggefallen. Es hat dann einige Zeit gedauert, bis mich das bewusst gestört hat – und noch ein wenig länger, bis ich mir ein gutes Fahrrad zugelegt habe.
Focus - Posingfoto

Wie in meinen daily-soap’s nachzulesen, heißt Training nicht, sich einfach zwei Mal die Woche aufs Rad zu setzen und seine Runden zu drehen – nun, zumindest nicht für mich…
Zunächst habe ich mich natürlich über die Fortschritte in Kilometerleistung und Geschwindigkeit gefreut, aber mit fast Fünfzig(!) und zwei kaputten Kniegelenken stand ich dem vielbeschworenen „Schneller – Höher – Weiter“ schon recht früh skeptisch gegenüber.
Ich begann mich zu fragen, ob es nicht mehr geben kann, als die Jagd nach neuen Bestzeiten und optimierten Trainingsplänen. Schlimmer noch: die Anfangs schöne Trainingsstrecke (Cospudener See) begann mich zu langweilen, und die Jagd nach neuen Geschwindigkeitsrekorden verführte zu gefährlicher Fahrweise.

Eine neue Motivation – oder beeindruckender formuliert: eine neue Trainingsphilosophie – musste her!
Inzwischen fahre ich nicht mehr (nur) auf Tempo. Ich mache bewusst kleine Pausen, um ein Foto zu machen, entdecke neue Trainings-Strecken und genieße dabei den Ausblick.

Schauen wir, wohin mein Fahrrad mich 2015 trägt!

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