Category: Equipment


Mein Fahrrad

Irgendwie bin ich einfach noch nicht dazu gekommen, ein wenig über mein aktuelles Rad zu schreiben.
Für mein Training, Ausflüge sowie Radtouren nutze ich seit etwa einem Jahr ein…

Focus Chilliwack
Focus_klein

Ich habe es gebraucht sehr günstig geschossen. Es ist komplett verkehrstauglich, mit Nabendynamo, Licht, 3/8-fach XT/Deore Ausstattung, SKS-Schutzblechen, Gepäckträger, Maguras HS11, Ergons, Brooks Sattel, Vittoria Randonneur Cross (40-622) und – last but not least: einer Klingel.
Vorn wurde vom Vorgänger ein großes 52er Kettenblatt verbaut, hinten habe ich eine SRAM PG-850 mit 11-32 Zähne (11-12-14-16-18-21-26-32), sowie eine KMC X8.99 (mit 116 Gliedern) erneuert, sowie etwas Kleinkram montiert (Ständer, Spiegel, Schaltwerkschutz). Wie in den „Schraubereien“ beschrieben wurden auch ein paar leider notwendige Reparaturen vorgenommen.

Es gibt wohl nur sehr wenig regelmäßige Wartungsarbeiten um die so viel Aufhebens gemacht wird, wie der Pflege und dem Wechsel von Kette und der Ritzelkassette. Ich habe schon von Leuten gelesen, die angeblich alle 1000 Kilometer den kompletten Verschleißset tauschen, oder den Teilen bei jeder Gelegenheit aufwendig mit teuren Reinigungsutensilien zu Leibe rücken…

Wann sollte man Kette und Ritzel wechseln?
Eine Kette verschleißt deutlich schneller als die Kassette. Sie kann schwergängig werden (insbesondere bei schlechter oder falscher Pflege) und sie dehnt sich mit der Zeit. Wenn der Abstand zwischen den Nietstiften der Kette zu groß wird, beginnen auch die Zähne des Ritzelpaketes stärker zu verschleißen – doch muss man tatsächlich alle 4000 Kilometer die den Antriebssatz wechseln oder wenn sich die Kette über die Toleranz hinaus ausgereckt hat?

…seht selbst🙂

Altes KassetteSo sieht ein Ritzel-Paket nach vielen Tausend Kilometern Laufleistung aus…

Die Kassette hat viele Tausend Kilomenter auf dem Buckel – offensichtlich nicht immer bei allerbester Pflege. Man sieht, wie die Kettennieten mit der Zeit kreisrunde Vertiefungen in die Flanken der Ritzel geschliffen haben.  Es ist aber auch zu erkennen, das die Zähne selber noch in einer recht guten Verfassung sind.

Da ich nicht wusste, wann der Vorbesitzter meines Rades die Kassette gewechselt hat, und außerdem der Antrieb angefangen zu „brummen“ wenn man auf den kleinen Ritzeln (also den langen Gängen) unterwegs war, habe ich mir zur Sicherheit ein komplettes Set aus Kassette und Kette gekauft.  Ob ich auch das Ritzelpaket hätte wechseln müssen, sei mal dahingestellt.

Da es sich Kette und Ritzel um Verschleißteile handelt, sollte man auf Qualität achten. Ansonsten hat man schnell Ärger mit Rost, und die aufgeraute Oberfläche verdreckt und verschleißt schneller. Ich würde immer Stahl-Komponenten kaufen, da sie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten, das leichtere Alu ist zu weich, das noch leichtere Titanium zu teuer. Wichtig ist vor allem die Legierung des Materials. Üblich sind Nickel und das noch härtere Chrom.

Welche Kette und Kassette sollte man kaufen ?

Generell: Nur, weil man eine Shimano-Schaltung fährt, müssen nicht notwendiger Weise Kette & Kassette von diesem Herrsteller sein. Ebenso können Produkte von SRAM, KMC oder Wippmann verbaut werden, welche kompatibel zur eigenen Schaltung sind. Zum Glück sind die preislichen Unterschiede nicht sonderlich groß. So kostet ein einfaches Verschleißpaket aus Kette und Ritzelpaket von Shimano etwa 25 Euro, während qualitativ höherwertige Kombinationen bei etwa 30-35 Euro liegen (inklusive Versand).

Die Kette:. Wichtig ist, dass die Kette lang genug ist, und zur Größe der Kassette passt. Fährt man beispielsweise eine 9-fach Kassette, wird man mit einer Kette, die für 8-fach zugelassen ist, probleme bekommen. Ebenso wird eine Kette mit 114 Gliedern wahrscheinlich nicht passen, wenn man vorn ein großes 52er Blatt, und hinten einen 32er Ritzel fährt. Üblich sind Ketten mit 114, 116 und 118 Gliedern – im Zweifel sollte man also lieber eine Nummer größer kaufen und im nachhinein kürzen, oder einfach die Glieder der alten Kette zählen.

Ausmessen der Kettenlänge: Wenn man die Ritzelzahl verändert, kommt man jedoch nicht um ein ausmessen der Kette herum. Insgesammt kenne ich zum Ausmessen mehrere Methoden – am sinnvollsten finde ich es, nach entfernen der alten Kette die Schaltung auf die jeweils größten Ritzel zus stellen, und dann die neue Kette einzufedeln. Die Länge ist richtig, wenn man die Kette soweit zusammengezogen hat, dass sie gerade passt (der Kettenspanner am Schaltwerk ist jetzt fast völlig ausgereckt und zeigt Richtung Vorderrad).

Tips zum Kettenkauf: Gute Ketten sind komplett vernickelt – also sowohl außen- als auch Innenglieder. Oft werden zusätzlich die Kettennieten verchromt, um die Kette noch haltbarer zu machen – Chrom ist noch abriebfester als Nickel. Ich selbst habe mich für eine KMC X8.99 (mit 116 Gliedern) entschieden. Oft wird auch die Connex 808 oder 804 gelobt – beide Ketten sind sehr hochwertig verarbeitet. Je nach zahl der Ritzel gibt es Ketten und Kassetten für bis zu 7fach, 8fach, 9fach – und neuerdings auch 10fach Schaltungen. Dabei sind beispielsweise die 9fach-Ketten etwas schmaler als die 8fach Ketten.

Die Kassette: Wenn man schon die Kassette ersetzt, sollte man die Gelegenheit nutzen zu und überlegen, ob die bisherigen Übersetzungen „gepasst“ haben. Die alte Kassette war eine „11-30er“. Das kleinste Ritzel hatte also 11 Zähne, dass größte 30 Zähne. Ein typisches Trekker oder MTB-Rizel. Wenn man unterwegs an dem einen oder anderen Berg doch Schwierigkeiten hatte, oder mitunter gern einen Gang höher schalten würde – dann sollte man die Gelegenheit nutzen, und eine passendere Ritzel-Kombination wählen. Ich habe mich für eine SRAM PG-850 entschieden. Sie ist im Vergleich zur Konkurrenz von Shimano verhältnismäßig leicht, und sehr gut verarbeitet. Wenn man möchte, lassen sich die beiden kleinsten Ritzel – welche am ehesten Verschleißen – auch einzeln tauschen – allerdings habe ich noch keinen Händler gefunden, der die für einen vernünftigen Preis anbietet.

—> Mit dem Einbau beschäftige ich mich in einem weiteren Artikel

Da ich in meiner bisherigen, recht einfachen Funktionsunterwäsche immer leicht geschwitzt habe, wollte ich mir mal etwas moderneres kaufen, ohne gleich ein Vermögen auszugeben. Beim Stöbern im Internet bin ich auf die Angeboten von Cox Swain gestoßen.  Der Preis für diese Kombination lag stark reduziert bei 25 Euro. Also habe ich zugeschlagen.

Die Optik des langärmeligen Oberteils und der langen Unterhose ist recht schlicht: Schwarz mit ein paar dezenten silbernen Streifen.
Vom Anziehen ähnelt es einer Strumpfhose und ist ähnlich mühsam; d.h. man muss die Beine krempeln, wenn man sie über die Beine zieht. Enstprechend sind Oberteil und Hose recht dünn, und liegen eng – aber nicht unangenehm – am Körper. Das Tragegefühl ist sehr angenehm und natürlich.

Ich bin mit 185 recht schlank (Größe 94), und L/XL passen mir gut. Aufgrund des dehnbaren Stoffes passen die Sachen sicher auch deutlich kräftigeren Menschen bis ca. 195

Die Wärmeleistung der Unterwäsche ist gering bis mäßig, aber bei diesem Modell ja auch nicht gewollt. Bei 4-5 Grad mit langer Shield-Radhose ist für mich Schluss.

Das Wichtigste: Der Feuchtigkeitstransport ist gegenüber meiner einfachen Mischgewebe-Kombi deutlich besser. Keine feuchten Stellen an den Schienbeinen oder am Rücken. Ich habe sie jetzt dreimal kurz gewaschen, und keine Veränderungen in der Qualität feststellen können. Einen Vergleich zu richtig teurer Funktionsunterwäsche kann ich allerdings leider nicht bieten.

Fazit – alles in allem sehr solide. Ich kann es empfehlen.